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EINFÜHRUNG IN DIE ANWENDUNGS-VIRTUALISIERUNG
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EINFÜHRUNG IN DIE ANWENDUNGS-VIRTUALISIERUNG

Unter dem Begriff “Virtualisierung” verstand man im IT Umfeld bislang eher die Virtualisierung von Rechner-Hardware.
Typische und bekannte Vertreter sind z.B. VMware, Microsoft Virtual PC/Server/Hyper-V oder auch Virtual Box.

Ein ganz anderer Ansatz der Virtualisierung bezieht sich im Unterschied dazu aber nicht auf die zugrundeliegende Hardware sondern auf die Anwendung, also auf die Software selber. Diese zwei Techniken miteinander zu Vergleichen wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen, beide Virtualisierungstechniken fokussieren auf zwei ganz unterschiedliche Technologieen.


Anwendungsvirtualisierung hat auch etwas mit Anwendungsisolierung zu tun und hat gegenüber der “traditionellen” Anwendungsinstallation u.a. den Vorteil, daß DLL Konflikte vermieden werden können.

So ist es z.B. möglich auf einem Rechner verschiedene Versionen der selben Anwendungen zu installieren, die sich normalerweise nicht gleichzeitig installieren lassen.

Beispielsweise ist es mit Hilfe der Virtualisierung möglich, zwei verschiedene Versionen von Office gleichzeitig auf demselben Rechner zu installieren und zu nutzen. Man kann priorisieren, dass z.B. eine .doc Datei sich mit Word 2003 öffnet, während eine .xls Datei  mit Excel 2007 gestartet wird.

Virtualisierte Anwendungen führen keine Änderungen am File-System oder an der Registry des Rechners durch (bzw. nur auf ausdrücklichen Wunsch).


=> SVS Anwendungen werden “virtuell installiert”, bzw. laufen in einer virtuellen Umgebung.

Technisch entspricht die "Installation" einer virtualisierten Anwendung eher dem Entpacken einer ZIP-Datei in eine definierte Verzeichnisstruktur auf dem lokalen Rechnersystem (c:\flsrdr\... per default). Die Anwendung wird nutzbar indem der entsprechende Anwendungslayer aktiviert wird. Dabei wird die Anwendung sozusagen in das Betriebssystem "eingeblendet". Alle Systemänderungs-Nachrichten, die ein Programm an das Windows-Betriebssystem sendet – und umgekehrt - (Datei- und Registry-Operationen, lesen/schreiben) werden durch einen Treiber abgefangen und an eine isolierte/virtualisierte Registry - und Dateiumgebung umleitet, die explizit für diese Anwendung erstellt wurde.

Aus Sicht des Anwenders funktionieren SVS Anwendungen natürlich exakt so, als wären sie auf ganz normale Weise installiert. Nach der Aktivierung des entsprechenden Layers befinden sich alle Datein und Registrykeys genau dort, wo sie der Anwender oder auch andere Anwendungen erwarten würden. Zumindest scheinbar.



  • BEDARFSGESTEUERTE BEREITSTELLUNG VON ANWENDUNGEN

Anwendungen können durch Senden eines simplen Befehls (per Admin-Oberfläche oder per Kommandozeile) sehr einfach und je nach Bedarf aktiviert oder auch deaktiviert werden.
Dies geschieht i.d.R. innerhalb weniger Sekunden (auch bei einer Office Installation)!
SVS kann auch Dienste registrieren, die eine Anwendung mit dem Windows Service Control Manager installiert. Nachdem der Service Control Manager den Service gestartet hat ist die Anwendung funktionsfähig.
Die durch SVS installierten Anwendungen sind sofort verfügbar. Nach dem Aktivieren oder Deaktivieren einer Anwendung müssen keine Neustarts vorgenommen werden.


  • UNTERSTÜTZUNG BELIEBIGER MANAGEMENTFRAMEWORKS

Die Software Virtualization Solution kann unabhängig vom Altiris-Framework eingesetzt werden.
Es werden API-, WMI- und Befehlszeilen unterstützt.
Letztendlich bedeutet dies, dass die client-seitigen Aktionen der Software Virtualization Solution mit jedem Desktop-Management-Produkt ausgeführt werden können.


  • KEINE BEEINTRÄCHTIGUNG DER ANWENDUNGSLEISTUNG

Die Software Virtualization Solution bewirkt kaum Leistungseinbußen.
Kern der Technologie ist ein Filtertreiber, der weniger als 150 KB Speicherplatz belegt.


  • SYSTEMANFORDERUNGEN

Die Software Virtualization Solution unterstützt folgende Client-Betriebssysteme:

* Windows XP
* Windows Vista
* Windows 7 32 Bit oder 64 Bit

* Windows 2003
* Windows 2000


TECHNISCHE UMSETZUNG  DER VIRTUALISIERUNG

Eine Anwendungsinstallation besteht letztendlich immer aus einem definierten Satz von installierten Dateien, Regisitry-Keys und sonstigen System-Änderungen.

Diese Informationen (Systemänderungen) lassen sich z.B. mit Hilfe des “Virtual Package Editor” (ein Tool der Wise Package Studio Enterprise Edition) während einer Anwendungsinstallation aufgezeichnen. Aus diesen Daten wird ein virtuelles Software Paket erstellt (eine .vsa Datei).

Somit enthält ein virtuelles Software-Paket also alle Dateien, Registry-Keys und sonstige Systemeinstellungen, die eine Anwendung ausmachen ("Application-Layer" oder auch "Anwendungs-Schicht"), kann aber auch nur Daten enthalten (Data-Layer oder auch "Daten-Schicht"), es gibt also zwei verschiedene Arten von virtuellen Paketen.

Diese virtuellen Pakete (.vsa Dateien),  können nur auf Rechner eingesetzt werden, auf denen auch der „Software Virtualization Agent“ installiert ist.

Ein virtuelles Software Pakete ist letztendlich eine Art Daten-Container (ZIP-kompatibel) und kann per File-Copy auf ein anderes Zielsystem kopiert werden. Dort muss es dann dem System durch einen Import mit Hilfe des „Software Virtualization Agent“ bekannt gemacht werden. Während dieses Importvorgangs wird die .vsa Datei (Dateien und Konfigurations-Informationen) in einen speziellen Bereich (Ordner: C:\fslrdr\...) auf die lokale Festplatte „extrahiert“.

Erst nach der Aktivierung der entsprechenden Anwendung (= des entsprechenden Application-Layer) mit Hilfe eines Kommandozeilen-Aufrufs oder über eine Benutzer-Oberfläche („Software Virtualization Admin“) wird die Anwendung für das System mit all seinen Ordnern, Dateien und Registry-Einstellungen sichtbar, und damit für den Anwender oder andere Anwendungen nutzbar.

Obwohl es sich um eine virtualisierte Anwendung handelt  verhält sich diese für den Anwender nicht anders in Bezug auf Aussehen und Funktion wie jede andere Anwendung auf dem System.


Sprachgebrauch:
Ein „virtuelles Software Paket“ kann in zwei Formen auftreten:

  • Als virtueller Software Layer (auf dem System)
  • Als „virtuelle Software Archiv-Datei“ ( .vsa Datei).


Eine .vsa Datei ist transportabel und kann auf andere Rechner-Systeme kopiert werden.

Eine .vsa Datei kann z.B. mit Hilfe des Altiris SVS Applets („Software Virtualization Admin“) erzeugt werden, indem der entsprechende Application-Layer exportiert wird.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin mit Hilfe des „Virtual Package Editors“ (ein Tool der WPS  Enterprise Edition) ein entsprechendes Projekt File (.wvp) zu einer .vsa Datei zu kompilieren.

Um den Inhalt der .vsa Datei (z.B. eine virtualisierte Anwendung, aber auch reine Daten) auf dem Zielsystem nutzbar zu machen muss die entsprechende .vsa Datei auf dem Zielsystem erst wieder importiert und anschließend aktiviert werden.

Typischerweise wird pro Anwendung ein Application-Layer erstellt.

Ein Layer kann aber durchaus auch mehrere Anwendungen gemeinsam beinhalten, wobei jeder Layer immer als eine geschlossene Einheit verwaltet (aktiviert, de-aktiviert, zurückgesetzt).

Virtualisierte Anwendungen werden zur Laufzeit so mit dem Windows-Basissystem kombiniert, dass das System scheinbar den kombinierten Inhalt der virtualisierten Anwendung und des Basis-Betriebssystems enthält.

Die Software Virtualization Solution erreicht dies, indem sie Dateisystem- und Registrierungsumleitungen verwendet, um Anforderungen an das System abzufangen und Ergebnisse auf der Basis der aktiven VSPs (Virtual Software Packages) übergibt.

Die Software Virtualization Solution kombiniert das echte und das virtuelle Dateisystem, und fast diese für den Endanwender zu einer Sicht zusammen.


WERKZEUGE

Die Software Virtualization Solution beinhaltet ein Werkzeug, den sogenannten SVS Admin, mit dessen Hilfe man entsprechenden Virtual Software Packages (.VSA Dateien) erstellen oder bestehende modifizieren kann. Der Download von SVS Admin ist kostenlos, die Nutzung für den privaten Gebrauch ebenso.

Darüber hinaus gibt es ein weiteres Tool, den “Virtual Package Editor” (Bestandteil der Wise Package Studio Enterprise Edition ab Version 7.x), mit dessen Hilfe man ebenfalls Virtual Software Packages erstellen und verändern kann. Von Vorteil dabei ist u.a., dass man in der gewohnten Wise Package Studio Umgebung arbeitet. Darüber hinaus können mit Hilfe sogenannter Events eigene Programme ausgeführt werden. So ist es z.B. bei der Aktivierung eines Layers möglich auch entsprechende Berechtigungen zu setzten. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass automatisch Exclusions erzeugt werden. Dies ist z.B. wichtig, wenn man möchte, dass bestimmte Datei-Typen (z.B. alle *.doc Dateien) NICHT virtualisiert werden. Diese Dateien werden dann direkt in Basis-Dateisystem geschrieben, gehen bei einem Layer-Reset also nicht verloren.



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Der nachfolgende Artikel vom Oktober 2011 könnte hierbei hilfreich sein! (nur in Englisch verfügbar).

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